Vegane Wachstücher – Unterschied zum Bienenwachstuch

Während noch vor 5 Jahren kaum jemand ein Bienenwachstuch kannte, werden heute die meisten Menschen schon mal davon gehört haben, wenn nicht selber verwendet. Leider ist jedoch das Bienenwachstuch nicht vegan. Veganer werden aussen vorgelassen und können nicht vom praktischen Wachstuch profitieren, da ein Grundrohstoff eben Bienenwachs ist.

Vegane Wachstücher sind entstanden. Während beim Bienenwachstuch die Zutaten relativ klar sind und sich die meisten Hersteller lediglich beim gewählten Öl (Jojoba vs Kokos) unterscheiden, gibt es viele verschiedene Alternativen, was vegane Wachstücher angeht.

Vegane Wachstücher vs Bienenwachstuch – Gemeinsamkeiten

Beide Tücher sind in der Handhabung und Pflege gleich:

  • Als Basis dient ein Baumwollstoff, welcher mit einem Wachs beschichtet wird.
  • Das vegane Wachstuch darf nicht mit heissem Wasser oder aggressivem Spülmittel gereinigt werden.
  • Vegane Wachstücher sind nicht fürs Verpacken von „gefährlichen Lebensmitteln“ (wie etwa rohes Geflügelfleisch) geeignet, da das Waschen schwierig ist.
  • Das vegane Wachstuch schmiegt sich ebenso wie das Bienenwachstuch an Lebensmittel an und eignet sich ideal zum Abdecken von Schüsseln und einpacken von Gemüse und Früchten.

Wenn du Bienenwachstücher bereits kennst, dann wirst du problemlos auch mit veganen Wachstüchern umgehen können.

Veganene Wachstücher vs. Bienenwachstuch – Unterschiede

Der Unterschied ist der verwendete pflanzliche Wachs und hier hat jeder Hersteller ein bisschen andere Mixturen. Folgende Wachse finden sich in den veganen Wachstüchern:

  • Rapswachs
  • Carnaubawachs
  • Candelillawachs
  • Beerenwachs
  • Sonnenblumenwachs
  • Sojawachs

Ich habe auch schon Anleitungen gesehen, wo herkömmlicher Kerzenwachs empfohlen wird. Bitte nicht! Kerzenwachs ist meistens Paraffin, was ich persönlich nicht unbedingt an meinem Essen haben möchte.

Die verschiedenen Wachse unterscheiden sich hauptsächlich bezüglich ihrer Eigenschaften was Schmelzpunkt und Elastizität angeht und natürlich woher die Rohstoffe kommen.

Während Rapswachs und Sonnenblumenwachs hier in unseren Regionen angebaut wird, kommt Carnaubawachs beispielsweise aus Südamerika, wo es aus den Blättern der Carnaubapalme gewonnen wird.

Caranauba Palme als Lieferant für Wachs für vegane Wachstücher
Carnaubapalm, Bild: Tacarijus

Canelillawachs wird aus den Blättern der Candelillapflanze gewonnen. Sie wächst in den Halbwüsten von Mexiko und USA. Der Wachs ist geruchsneutral und wird in der Lebensmittelindustrie als Trenn- und Überzugsmittel verwendet (genau wie Bienenwachs übrigens auch).

Das wäre dann auch bereits ein weiterer Unterschied. Während die Bienenwachstücher nach Bienenwachs riechen (die einen mögen es, die anderen hassen es) sind vegane Wachstücher oftmals neutral, was den Geruch angeht. Für den einen ein Vorteil, für den anderen ein Nachteil.

Raps, Sonnenblumen und Soja sind dir sicher bekannt. Alle drei werden auch hier in Europa angebaut und Österreich zählt mit 184’342 Tonnen zum grössten deutschsprachigen Produzenten [Quelle: Wikipedia].

Warum ist das alles Relevant?

Hast du schon einmal versucht vegan zu leben?

Oder glutenfrei?

Oder zuckerfrei?

Dann wirst du festgestellt haben, dass du viel mehr Zeit mit dem Studieren von Etiketten verbringen wirst und dabei manchmal böse Überraschungen erlebst. Mit „Bienenwachstuch“ wird sehr klar deklariert, dass hier ein tierisches Produkt drin ist. Man Stelle sich vor, Gummibärchen würden entsprechend deklariert werden: Rinderknochenbärchen oder ähnlich heissen. Aber lange Zeit gab es eben keine vegane Variante.

Es freut uns daher, vegane Wachstücher anbieten zu können, welche zu 100% tierfrei sind und somit eine vegane alternative zu den super nützlichen Bienenwachstüchern. Solltest du noch nie etwas von (Bienen)Wachstüchern gehört haben, dann raten wir mit einem Starterset zu starten. Im Set drin sind drei verschiedene Grössen und somit die komplette Flexibilität. Mit der Zeit wirst du die eine oder andere Grösse bevorzugen und kannst dann gezielt nachkaufen.

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